Benediktinerin werden

Berufung

„Neigt euer Ohr mir zu, und kommt zu mir, hört, dann werdet ihr leben. Ich will einen ewigen Bund mit euch schließen.“ (Jesaja 55,3)

„Komm und folge mir nach“ (Mk 10,21 par)

„Höre, mein Sohn, neige das Ohr deines Herzens…
Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht…
Seht doch, in seiner Güte zeigt uns der Herr den Weg zum Leben“. (RB Prolog)

Das Zeichen des Elija Benediktinerin zu werden heißt: gerufen sein und sich auf einen Weg begeben.
Jesus Christus selbst ist der Rufende, der Lehrer und der Begleiter auf diesem Weg.
Benediktinerin zu sein beinhaltet, ein Leben lang auf diesem Weg zu bleiben und

„unter der Führung des Evangeliums die Wege zu gehen, die der Herr uns zeigt“. (RB Prolog)

Benediktinerin zu werden beginnt mit dem Hören auf ein inneres Angerührtsein:

Durch ein Buch, ein Gespräch, eine Begegnung oder ein Ereignis kann ein Mensch den Ruf Gottes hören und sich auf den Weg der Suche begeben. So kann der Wunsch, Benediktinerin zu werden, nach und nach erwachen und wachsen. Immer wieder kommen Frauen in dem Glauben, Gottes Ruf zu spüren. Oft sind sie noch unsicher, was dieser Ruf konkret für ihr Leben bedeutet.

Jeder Mensch hat seine eigene Berufungsgeschichte.

Manchmal fühlen sich diese Frauen einfach von dem Ort „Marienrode“ angesprochen. Es zieht sie etwas hierher. Sie fragen, sie schauen, sie prüfen, ob hier der Ort ihrer Christusnachfolge sein könnte. Sie nehmen Kontakt mit uns auf. Es beginnt eine Phase des gegenseitigen Kennenlernens. Vermehrte Besuche, die Teilnahme an der Liturgie unserer Gemeinschaft, Gespräche mit den Schwestern, mit der Novizenmeisterin und der Priorin sollen helfen, den Weg der Berufung abzuklären. Es gilt zu fragen, „ob (sie) wirklich Gott sucht“. (RB 58,7)

Hat eine Frau auf dem Weg der gemeinsamen Suche Gewissheit erlangt, dass das Kloster „Marienrode“ der Ort ihrer Berufung ist, kann sie in einem vierwöchigen Probepostulat ihre Entscheidung nochmals überprüfen.

Möchte sie sich nach einer solchen Phase der Klärung der Gemeinschaft anschließen, dann gewährt die Priorin die Aufnahme in das Postulat.

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