Therese von Lisieux zu Gast in Marienrode
Auf seiner Reise durch Deutschland machte der Reliquienschrein der hl. Therese von Lisieux am 21./22. September Station in Marienrode.
Es war eine stärkende Erfahrung im gemeinschaftlichen stillen Gebet.
Meldung | 14. Okt 2025
Anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Heiligsprechung der hl. Therese von Lisieux war ihr Reliquienschrein im September 2025 auf einer Tour durch Deutschland und kam am 21. September abends um 20 Uhr in Marienrode an, wo sich bereits etliche Gläubige versammelt hatten, um die kleine Therese willkommen zu heißen.
Mit einem Text aus ihrer Autobiographie wurde eine Zeit des stillen Gebets eingeleitet, das immer wieder von dem Liedruf aus Taizé durchzogen wurde „Gott ist nur Liebe. Wagt, für die Liebe alles zu geben! Gott ist nur Liebe. Gebt euch ohne Furcht!“
Der nächste Morgen begann um 7 Uhr mit den gesungenen Laudes zu Ehren der hl. Therese.
Um 10 Uhr feierten wir Eucharistie mit P. Georg Gantioler vom Theresienwerk Augsburg. In seiner Predigt stellt er eindrücklich das Lebenszeugnis der hl. Therese dar.
Nach dem Gottesdienst waren alle Gläubigen zu Begegnung und Austausch bei einem Imbiss im Exerzitienhaus eingeladen.
Schließlich wurde der Schrein um 14.00 Uhr wieder verabschiedet, und kehrte nach Lisieux zurück.
Wir waren erstaunt, wie viele Menschen von nah und fern die Gelegenheit gerne genutzt haben, um still vor dem Schrein zu verweilen und zu beten und sind dankbar für die Gemeinschaft, die wir erleben durften.
Hl. Therese
Als ich den mystischen Leib der Kirche betrachtete, erkannte ich in keinem der Glieder, die der heilige Paulus beschreibt, mich selbst oder richtiger: in jedem Glied hätte ich mich gern gesehen. Da bot mir die Liebe einen Angelpunkt für meine Berufung. Ich erkannte, dass der Leib der Kirche zwar aus verschiedengearteten Gliedern besteht und dass an diesem Leib kein notwendiges und vornehmes Glied fehlt. Ich sah, dass die Kirche ein Herz hat und dass dieses Herz von Liebe brennt.
Ich sah ein, dass die eine Liebe die Glieder der Kirche zur Tätigkeit antreibt, und wenn die Liebe erlischt, keine Apostel mehr das Evangelium verkünden und keine Märtyrer mehr ihr Blut vergießen werden. Ich schaute und erkannte, dass die Liebe alle Berufungen in sich schließt, dass die Liebe alles ist, dass sie alle Zeiten und Orte umfasst, mit einem Wort, dass die Liebe ewig ist.
Da wurde mein Herz trunken von höchster Freude, und ich rief aus: Jesus, meine Liebe, endlich habe ich meine Berufung gefunden: Mein Beruf ist die Liebe! Ja, ich habe meinen Platz in der Kirche gefunden. Du hast ihn mir gegeben, mein Gott. Im Herzen der Kirche, meiner Mutter, will ich die Liebe sein, und so werde ich alles sein, und meine Sehnsucht wird gestillt.