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Der Mönch weiß sich in seinem Innersten auf geheimnisvolle Weise von
Gott angesprochen und angezogen. Deswegen sehnt er sich mit allen Kräften
seines Herzens nach IHM und kommt von IHM nicht mehr los.
Auf den Ruf Gottes hin, der ihn getroffen hat und dem
er sich in seinem
Gewissen verpflichtet weiß, will er in der beständigen Bereitschaft leben, auf
Gott zu hören und seinen Willen zu erfüllen. Er betet IHN an, gibt sich IHM
ganz zu eigen, gehört IHM.
Das Leben in und mit Gott steht unter dem Gesetz des ersten Schrittes: Gott
hat in Jesus Christus seinen ersten Schritt auf den Menschen zu getan; dies
erfährt der Mensch heilswirksam aber nur, wenn er auch seinerseits in der
Freiheit des Glaubens den ersten Schritt auf Gott hin tut. Er würde IHN nicht
suchen, wenn er von IHM nicht schon immer gesucht ( RB Prol 14 ) und gefunden
worden wäre und er IHN nicht wenigstens anfanghaft schon gefunden hätte.
Aus diesem gläubigen Wissen darf der Mönch Mut, Kraft und Trost
schöpfen. Er bleibt sich dessen bewusst, dass er Gott nicht ein für allemal
und unverlierbar gefunden hat, sondern sein Leben lang unterwegs und dabei auf
Gottes zuvorkommende und begleitende Gnade angewiesen ist. Von Jesus Christus
ergriffen, vergisst er, was hinter ihm liegt und streckt sich nach dem aus, was
vor ihm liegt ( Phil 3,12f ).
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