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Das
Kloster Marienrode im Wandel der Geschichte
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Erste Gründung durch die Augustiner (1125-1259) Bischof Berthold (1119-1130) von Hildesheim gründete 1125 in der damaligen
Siedlung >Novale Bacconis< (Neubruch des Bacco) ein Kloster und holte
Kleriker der Kongregation des hl. Augustinus nach Baccenrode, die, in
Gemeinschaft lebend, die Seelsorge des Umlandes mittragen sollten. Im Jahr 1259, nur 134 Jahre nach der Gründung, entließ
Bischof Johann von Hildesheim die Augustiner aus seinem Sprengel, da ihre
Lebensweise nicht mehr dem Ordensgeist entsprach. |
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Neubesiedlung durch die Zisterzienser (1259-1806) Noch im gleichen Jahr konnte der Bischof das Kloster den Zisterziensern aus Isenhagen im ehemaligen Fürstentum Lüneburg übergeben, deren eigene Abtei, erst 1243 von Riddagshausen aus gegründet, kurz zuvor abgebrannt war. Mit dem Einzug der 12 Zisterzienser unter Abt Thetmar begann erstmals ein Klosterleben nach der Regel des hl. Benedikt. In Baccenrode, das von den Zisterziensern den noch heute gebräuchlichen Namen >Marienrode< (Monasterium Novalis Sanctae Mariae) erhielt, leisteten die Brüder harte Wald- und Feldarbeit: sie rodeten Wälder, legten Sumpfland trocken, hoben Fischteiche aus und errichteten einen >neuen Klosterhof<, den heutigen Ortsteil Neuhof. Durch die Jahrhunderte hindurch war das Verhältnis des Klosters zur Stadt
Hildesheim immer wieder von Auseinandersetzungen gekennzeichnet. Die Nutzung von
Weideplätzen und Rechte des Holzrodens gaben Anlässe dazu. In der 2. Hälfte des 16. Jh. nahm der Konvent unter Abt Johann Hane keine gute Entwicklung. Verschwenderischer Lebensstil und Vernachlässigung des geistlichen Lebens prägten den klösterlichen Alltag. Erst im 17. Jh. trat eine Wende zum Besseren ein und das Kloster erhielt unter Führung geistlicher Äbte neuen Aufschwung. In diese Zeit fallen unter den Äbten Niward Bösen (1695-1717), Bernward Koven (1717-1726) und Eduard Joachim (1726-1748) auch größere bauliche Veränderungen und die Klostergebäude erhielten ihren heutigen barocken Stil. |
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